In den meisten Universitätskliniken ist die Kryolagerung historisch gewachsen: ein Tank in der Hämatologie, zwei in der Reproduktionsmedizin, einer im Forschungsbau, einer in der Transfusionsmedizin. Jeder mit eigener Beschaffung, eigenem Wartungsvertrag, eigener oder gar keiner Überwachung.
Das funktioniert, bis es nicht mehr funktioniert. Eine zentrale Kryobank ist die Antwort vieler Häuser darauf — und sie ist weniger ein Bauprojekt als eine Organisationsentscheidung mit technischen Konsequenzen.
Die Kosten stehen selten in einer Kostenstelle zusammen. Genau das ist das Problem:
Zentralisierung heißt nicht, alles in einen Raum zu stellen. Sie heißt, eine gemeinsame Infrastruktur mit getrennten, klar zugeordneten Bereichen zu schaffen.
Ein Klinikbestand ist heterogen, und die Bereiche dürfen sich nicht vermischen:
Für die klinische und biobankende Langzeitlagerung liefert Consarctic® die BSD+ Serie (skalierbar bis 100.000 Kryoampullen) und die BSF+ Serie (bis 1.700 Beutel à 500 ml). Für den reproduktionsmedizinischen Bereich sind es die ABV+ Serie (Aluminium, 4–150 Liter) und die ABS+ Serie (Edelstahl).
Der eigentliche Gewinn der Zentralisierung ist die einheitliche Überwachung. Das Consarctic® Monitoring-System erfasst Füllstand und Temperatur aller angeschlossenen Tanks kontinuierlich, protokolliert lückenlos und leitet Alarme per Fernzugriff weiter — auch an eine Leitstelle außerhalb der Regelarbeitszeit.
Aus fünf ungleich überwachten Tanks wird ein System mit einem Bild, einer Alarmkette und einem Protokoll.
Eine zentrale Kryobank braucht ein geregeltes Zugangsregime: Wer darf welchen Bereich betreten, wer darf entnehmen, wie wird die Entnahme dokumentiert? Die physische Zusammenlegung macht diese Kontrolle erstmals praktikabel — verteilte Tanks in fünf Gebäuden lassen sich kaum einheitlich regeln.
Die zentrale Kryobank konzentriert LN₂-Mengen, die vorher verteilt waren. Das ist sicherheitstechnisch beherrschbar, muss aber in der Planung berücksichtigt werden:
Consarctic GmbH begleitet diese Phase als Planungsleistung — von der Auslegung der LN₂-Versorgung bis zur Aufstellungsplanung.
Der kritischste Teil eines Zentralisierungsprojekts ist die Migration. Bestehende Bestände müssen umgelagert werden, ohne die –130 °C-Grenze zu überschreiten und ohne die Rückverfolgbarkeit zu verlieren.
Bewährtes Vorgehen:
Alle Consarctic-Systeme sind GMP-konform gefertigt und nach EN ISO 13485:2016 sowie ISO 9001:2015 zertifiziert. Die Inbetriebnahme erfolgt mit vollständiger IQ/OQ-Dokumentation durch zertifizierte Techniker; der 24/7-Notfallservice ist an 365 Tagen im Jahr verfügbar.
Universitätskliniken wie die Charité Universitätsmedizin Berlin, die Uniklinik Köln, das Uniklinikum Erlangen und die Tirol Kliniken arbeiten mit Consarctic-Infrastruktur.
Weil verteilte Tanks ungenutzte Reservekapazität binden, überproportional LN₂ verbrauchen, uneinheitlich überwacht sind und den Auditaufwand pro Standort vervielfachen. Eine zentrale Kryobank bündelt Kapazität, vereinheitlicht Monitoring und Alarmierung und schafft klare Verantwortlichkeiten.
Nein. Eine zentrale Kryobank ist eine gemeinsame Infrastruktur mit getrennten, klar zugeordneten Bereichen: klinische Proben, GMP- und ATMP-Material, reproduktionsmedizinische Proben und Forschungsbestände bleiben physisch und dokumentarisch getrennt.
Bereichsweise, nach vollständiger Bestandsaufnahme und erst nachdem das Zielsystem mit Temperaturmapping und IQ/OQ qualifiziert wurde. Der Transport erfolgt in kryogenen Transportbehältern wie der ASR+ Serie mit Datenlogger, sodass die –130 °C-Grenze durchgehend eingehalten und dokumentiert wird.
Sauerstoffüberwachung mit Sensoren in Boden- und Atemhöhe und Alarmierung außerhalb des Raums, technische Lüftung ausgelegt auf das Freisetzungsszenario des größten Gebindes, geregelte Transportwege ohne Personenaufzüge, Fluchtwegplanung und ein Notstromkonzept für Überwachung und Alarmierung.
Ja. Das Consarctic® Monitoring-System erfasst Füllstand und Temperatur aller angeschlossenen Tanks kontinuierlich, protokolliert lückenlos und leitet Alarme per Fernzugriff weiter — auch an eine Leitstelle außerhalb der Regelarbeitszeit.
Die Zentralisierung der Kryolagerung im Krankenhaus ist selten ein Kapazitätsprojekt. Sie ist ein Projekt für Verantwortlichkeit, Überwachbarkeit und Auditfähigkeit — mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass Betriebskosten und LN₂-Verbrauch sinken.
Sie prüfen die Konsolidierung Ihrer Kryolagerung? Consarctic GmbH übernimmt Bestandsaufnahme, Planung, Lieferung, Qualifizierung und Migration — als ein Ansprechpartner vom ersten Konzept bis zur laufenden Anlage. Sprechen Sie uns an.