Kryogene Ausrüstung ist kein Einzelgerät. Eine funktionierende kryogene Infrastruktur besteht aus mehreren Komponenten, die zusammenwirken müssen: Einfriergeräte, Lagertanks, Monitoring-Systeme, Transportbehälter und eine Reihe von Verbrauchsmaterialien und Zubehör, die im Alltag oft unterschätzt werden.
Dieser Leitfaden gibt einen vollständigen Überblick — was es gibt, was es tut, und worauf man bei der Auswahl achten muss.
Der erste Schritt jeder kryogenen Probenkonservierung: das kontrollierte Einfrieren. Unkontrolliertes Schnellgefrieren (Eintauchen in LN₂) schädigt Zellen durch intrazelluläre Eiskristallbildung. Kontrolliertes Einfrieren mit programmierten Abkühlraten schützt die Zellmembran und erhält die Vitalität nach dem Auftauen.
BIOFREEZE® SMARTLINE (Consarctic®): Für GMP-Anwendungen, ATMPs, Pharmazeutika. Audit Trail, TC-Aktiv Kristallisationserkennung, LIMS-Anbindung.
BIOFREEZE® BASIC (Consarctic®): Für Forschung, IVF-Kliniken, Standardanwendungen. Einfachere Bedienung, niedrigere Investitionskosten, gleiche Grundfunktionalität für das kontrollierte Einfrieren.
Das Kernstück jeder kryogenen Infrastruktur. Die richtige Wahl hängt von Probentyp, Kapazitätsbedarf und Regulierungsanforderungen ab.
Consarctic® Produktpalette:
Ohne Monitoring ist kryogene Lagerung regulatorisch nicht dokumentierbar und operativ unsicher. Das Consarctic® Monitoring-System überwacht Temperatur, Füllstand und Systemzustände aller angeschlossenen Einheiten rund um die Uhr — mit Alarm per SMS, E-Mail und App.
Für den validierten kryogenen Transport zwischen Standorten. Die ASR+ Serie von Consarctic® ist IATA-konform, integriert Datenlogger und hält Temperaturen von –196°C für bis zu 14+ Tage.
Kein kryogenes System ohne LN₂-Versorgung: Druckbehälter (Vorratstank), Rohrleitungen, Druckregler, Füllstandsüberwachung, automatische Nachfüllsysteme. Consarctic® berät und koordiniert die gesamte Versorgungsinfrastruktur als Teil von Turnkey-Projekten.
Die Standard-Probenbehälter für kryogene Lagerung. Wichtig:
Probenkassetten ermöglichen die strukturierte Lagerung und Lokalisierung im Tank:
Für ATMP-Produkte und Stammzelltransplantate: Cryobags in verschiedenen Volumina (100 mL bis 2 Liter), aus kryokompatiblem Material, steril, mit Schweißnahtverbindungen für dichten Verschluss.
DMSO (Dimethylsulfoxid) ist das am häufigsten verwendete Kryoschutzmedium — es verhindert intrazelluläre Eiskristallbildung. In kontrollierten Konzentrationsbereichen (typisch 5–10%) gibt es keine signifikante Zellschädigung; höhere Konzentrationen sind toxisch.
Grundausstattung: Programmierbare Einfriergerät (BIOFREEZE® BASIC oder SMARTLINE je nach Regulierungsanforderung), Kryotank(s) passend zur Probenzahl und -art, Monitoring-System mit Alarm, Schutzausrüstung, Kryoampullen und Kassetten. Für Transport: ASR+ Dry Shipper. Consarctic® erstellt auf Basis einer Bedarfsanalyse eine Geräteliste mit Spezifikationen.
Materialqualität (kältebeständiges PP), Schraubverschlusstyp (Außengewinde für Vapor-Phase bevorzugt), Sterilzertifizierung für GMP-Anwendungen, und Farbcodierung für einfache Probenidentifikation. Für GMP: zertifiziert steril, DNase/RNase-frei, Chargenzertifikat.
Wenn biologische Produkte oder Ausgangsmaterialien für die Pharmaindustrie oder ATMPs verarbeitet werden: ja. IQ/OQ/PQ-Qualifizierung ist dann Pflicht. Für Forschungslabore ohne GMP-Pflicht ist eine Qualifizierung optional, aber gute Betriebspraxis. Consarctic® führt IQ und OQ für alle seine Geräte durch.
Typisch: jährliche präventive Wartung und Kalibrierung der Temperatursensoren, halbjährliche Funktionsprüfung der Alarmsysteme. Consarctic® bietet Wartungsverträge mit festen Wartungsintervallen und 24/7-Notfallbereitschaft.
Einzelgeräte kaufen ist einfach. Eine kryogene Infrastruktur, in der alle Komponenten zusammenpassen, richtig kalibriert und dokumentiert sind — das ist die eigentliche Herausforderung.
Consarctic GmbH liefert die gesamte Infrastruktur: Geräte, Zubehör, Monitoring, Transport, Qualifizierung, Service. Aus einer Hand, in über 30 Ländern.