Biologische Proben, die kryogen gelagert werden, müssen irgendwann auch transportiert werden. Von der Entnahmeklinik ins zentrale Labor, vom Biobank-Standort zur Forschungseinrichtung, vom Hersteller zur Transplantationseinheit. Jede dieser Bewegungen ist ein Risiko — und das Risiko liegt fast immer nicht im Gerät, sondern in der Temperaturdokumentation und der Kettenunterbrechung.
Dry Shipper lösen das Grundproblem des kryogenen Transports: Sie ermöglichen den Transport bei –196°C ohne freien Flüssigstickstoff. Das macht sie IATA-konform für den Luftfrachttransport. Was sie zu einem validierten Transport macht, ist mehr.
Ein Dry Shipper — auch Trockenversandbehälter oder Kryoverschiffungsbehälter genannt — ist ein isolierter Behälter, der mit einem saugfähigen Material (Zeolith oder Schwamm) gefüllt ist, das Flüssigstickstoff absorbiert. Beim Transport enthält er keinen freien LN₂, hält aber Temperaturen von –190°C bis –196°C über Tage bis Wochen aufrecht.
Vorteile gegenüber Standardkryogefäßen:
Einschränkungen:
Kryogene Proben unterliegen beim Lufttransport den IATA Dangerous Goods Regulations (DGR). Die relevanten Punkte:
Die ASR+ Serie von Consarctic® erfüllt alle IATA-Anforderungen für den kryogenen Luftfrachttransport.
Die Consarctic® ASR+ Serie ist speziell für den validierten kryogenen Probentransport entwickelt:
Ein Dry Shipper ist nur das Werkzeug. Validierter kryogener Transport umfasst:
Protokoll: Für welche Beladung und welche Transportdauer ist der Dry Shipper qualifiziert? Bei welchen Außentemperaturen?
Dokumentation: Wer hat die Probe eingepackt? Wann? Mit welcher Ausgangstemperatur? Welcher Lagerort im Dry Shipper?
Datenlogger-Auswertung: Nach Ankunft muss der Temperaturbericht ausgelesen und archiviert werden — für GMP-Dokumentation, Zulassung und Haftungsfragen.
Chain of Custody: Wer hat den Behälter wann in Empfang genommen? Sind Übergabeprotokolle vollständig?
Consarctic® bietet zu seinen ASR+ Dry Shippern vollständige Validierungsdokumentation sowie Schulungen für das Versandpersonal an.
Ein normaler Kryobehälter enthält freien Flüssigstickstoff und ist für den Lufttransport auf Passagiermaschinen nicht zugelassen (freier LN₂ gilt als Gefahrgut). Ein Dry Shipper enthält LN₂ in absorbierter Form — kein freies LN₂, IATA-konform, kippsicher. Er ist für validierten kryogenen Versand per Luft und Boden geeignet.
Abhängig von Modell, Beladung und Außentemperatur. Typische Haltezeiten: 5–21 Tage. Die ASR+ Serie von Consarctic® ist in mehreren Größen erhältlich, deren Haltezeiten produktspezifisch validiert sind.
Für pharmazeutische Produkte und ATMPs: ja. Jeder Transportschritt ist Bestandteil der GMP-Dokumentation und muss mit Temperaturaufzeichnung und Chain-of-Custody-Protokoll belegt sein. Der Datenlogger des ASR+ liefert diese Dokumentation automatisch.
Ja. Die ASR+ Serie ist für den Transport autologer und allogener Zelltherapien geeignet. Der integrierte Datenlogger dokumentiert die Temperaturkette lückenlos — eine Anforderung der GMP Annex 13 für ATMP-Transport.
Validiertes System: qualifizierter Dry Shipper (z.B. ASR+) + integrierter Datenlogger + dokumentiertes Ladeprotokoll + Chain-of-Custody-Dokumentation + Temperaturauswertung bei Ankunft. Consarctic® liefert das vollständige System und die zugehörige Dokumentation.
Der Transport ist die verwundbarste Stelle der kryogenen Probenlogistik — der Moment, in dem die Probe die kontrollierte Umgebung des Labors verlässt. Ein Dry Shipper mit Datenlogger und validierten Protokollen ist die einzige zuverlässige Antwort auf dieses Risiko.
Die ASR+ Serie von Consarctic® ist die Lösung für Einrichtungen, die kryogene Cold Chains ohne Temperaturexkursionen und mit lückenloser Dokumentation betreiben müssen.